Endlich war es soweit,
nach monaten an Training in der mir inzwischen ziemlich lieb gewordenen Taekwondoschule von Master Lee, nach Schweiß, Anstrenungen, und nicht allzugroßem Leid,
stand letzten Freitag endlich mein erstes Taekwondoturnier in Uganda auf dem Plan.
Dieses Unterschied auf den ersten Blick auch garnicht so viel von einem Turnier in Deutschland: Natürlich hatte ich vorher gründlich abgespeckt, ich wollte ja dieses Mal in der Bantamklasse kämpfen, mich aber gleichzeitig mit Allen möglichen Süßigkeiten und Früchten eingedeckt: Für die Zeit zwischen Waage und Kampf.
Diese verpflegung sorgte dann auch bereits am Morgen für einen ersten eklat. Der Wächter am Eingang zum Gelände des Freizeitparks, auf dem auch der Wettkampf stattfinden sollte, weigerte sich standhaft uns mitsamt unerer Fressalien einzulassen, da selbst mitgebrachtes ja schließlich auf dem Gelände verboten sei.
Erst als mein Trainer, Coach Badru, den armen Wachmann allein durch seine aufgebrachte Stimme, (die der mancher Türkischstämmigen Taekwondotrainer nach einem nicht gegebenen Punk für ihnen Mann ähnelte) auf Schuljungengröße zusammenstaucht hatte, lenkte dieser schließlich ein und ließ unsere Lebensmittelkarawane passieren.
Drinnen ging es dann auch bald auf die Waage, womit auchd as fasten der letzten Tage ein Ende hatte.
Auf meinen Kampf musste ich trotzdem dann doch sehr lange warten. Waren wir bereits um acht Uhr morgens in der Halle, so starteten die Seniorenkämpfe erst gegen abend. Dies war jedoch verschmerzbar, dar die Kinder und Jugendlichen teilweise tolle Kämpfe boten und der Tag auch aufgrund meiner netten Teamkollegen sehr kurzweilig war.
Gegen sechs uhr abend starteten dann endlich auch die erwachsenen.
Ich hatte natürlich ( wie viel zu oft) ein Freilos und sollte erst im Viertelfinale kämpfen.
Doch ich schien glück zu haben, den mein Gegner, aus dem norugandischen Lira setzte sich nur knapp und mit viel Glück in einem schlechten Kampf gegen meinen Teamkollegen Sam durch.
Dementsprechend zuversichtlich in ich also in mein Duell.
Doch diese zuversicht sollte sich schnell zerschlagen. Bereits vor dem kampf hatte ich mich schlapp gefühlt, es jedoch auf das tagelange Fasten geschoben und mir nichts dabei gedacht, doch bereits in der ersten Runde merkte ich das etwas ich stimmte. Während mein gegner oft schnell und agressiv nach vorn kam und mich immer wieder in bedrängnis brachte, war ich langsam und tränge, teilweise sogar nichtmal in der Lage meine beine ordentlich zu heben.
Trotzdem endete die erste Runde mit einem 2:2 denn die plumpen angriffe meines Gegners, die noch dazu fast ausschließlich zum Kopf gingen, waren nicht sehr effektiv.
Die zweite Runde brachte dann die Wende. Im fallen brachte mein gegner einen Kick zum Kopf durch, während ich nur seinen Rumpf erwischte, 1:3 bzw 3:5
Diesem Rückstand rannte ich nun in der dritten Runde hinterher, ohne die kraft dafür zu haben und so endete der kampf schließlich mit 4:6, nicht unverdient für meinen Gegner.
Nach dem kampf ärgerte ich mich natürlich maßlos. Durch eigene unaufmerksamkeit gegen einen Schwachen gegner verloren... das darf ja eigentlich nicht sein.
Eine Antwort auf die Frage nach meiner schlechten Leistung sollte sich jedoch bereits auf dem nachhauseweg offenbahren, denn ich war noch nicht im Taxi nach Mbuya, als ich merkte dass ich alles andere als gesund war... natürlich hatte mich am Wettkampftag eine Grippe erwischt.
Die hat mich zwar auch heute (am Dienstag) noch im Griff, aber dank umfangreicher Fruchtversorgung von seiten einiger Freunde, die z.B. Mango, Papaja, Passionsfrucht, Bananen und Avokados umfasst geht es mir schon besser und ich kann vermerken:
Frater vestri Carsten jam reconvalescens!
euer und ihr
Carsten
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